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  • Makabere Nekro-Romantik im ersten Trailer zur Romantik-Groteske "Nina Forever"

    Autor: Stefan Geisler

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    Wie mir der Trailer gefällt: Angenehm nichtssagend präsentiert sich der erste Trailer zum romantischen Horrorfilm "Nina Forever". Doch allein der Plot der absurden Romanze klingt schon so herrlich schräg, dass das Endergebnis eigentlich nur gut werden kann. In "Nina Forever" wird die frische Beziehung von Rob und Holly auf eine harte Probe gestellt, denn schon in der ersten gemeinsamen Nacht taucht Robs erst kürzlich verstorbene und stark verstümmelte Ex-Freundin auf und scheint auch nicht so bald wieder gehen zu wollen...

  • "Mr. Holmes": Erster Trailer zum letzten Fall von Sherlock Holmes

    Autor: Stefan Geisler

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    Wie mir der Trailer gefällt: BIENEN! ÜBERALL BIENEN! In "Mr. Holmes" können wir den großartigen Ian McKellen in der Rolle des sichtlich gealterten Meisterdetektivs Sherlock Holmes sehen, der inzwischen nicht mehr gegen finstere Gesellen, sondern vielmehr mit seinem schwindenden Verstand zu kämpfen hat. Das Ganze verspricht angenehm melancholische Kinounterhaltung zu werden und als solche ist sie mir deutlich lieber als das Sherlock-Actiongetöse eines Guy Ritchie.

    Wann "Mr. Holmes" in den deutschen Kinos startet, ist momentan noch nicht bekannt.

  • "Jupiter Ascending" (USA 2014) Kritik – Gigantische Reizüberflutung in den unendlichen Weiten

    Autor: Pascal Reis

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    „Some lives will always matter more than others.“

    Am Ende pfeift der Kopf wie ein Teekessel, den man auf der heißen Herdplatte vergessen hat: „Jupiter Ascending“, das ist vor allem eine filmische Herausforderung, der man nur irgend möglich mit der nötigen Toleranz ob des zweistündigen Kuddelmuddel zu begegnen versucht, den Flickenteppich an guten Ansätzen in einen gefälligen Kontext rücken möchte, letzten Endes aber entkräftet das Handtuch werfen muss, denn zu viel ist bekanntlich schlichtweg zu viel. Aber auf Anfang, wenn sich denn an dieser Stelle schon mal einer ausmachen lässt. Lana und Andy Wachowski melden sich also wieder zurück auf der großen Kinoleinwand, das bedeutet, wie uns die Vergangenheit mehrfach gelehrt hat, auf der einen Seite sicherlich höchst ambitiöses Tun, aber oftmals eben auch, der künstlerische Einbruch unterhalb der tonnenschweren Lasten jener Ambitionen. Mit „Matrix“ haben die Geschwister das Action-Kino der späten 1990er Jahren in Sachen Gebrauch von Computereffekten auf ein neues stilistisches Level hieven können, um jenes dann im Nachhinein auch maßgeblich zu revolutionieren.

    Aber „Matrix“ war nicht nur technisch aufregend und von unerhörter Coolness gebrandmarkt, die Wachowskis bewiesen auch ihr gehöriges Interesse an mehrwertig konnotierten Themenspektren – Von theologischen Schlenkern bis zum politischen Diskurs. Nach zwei desaströsen Fortsetzungen ihres inzwischen längst zum Klassiker avancierten Megahits, dem quietschbunten „Speed Racer“ mit Emile Hirsch sowie dem überdimensionalen Episodenfilm „Cloud Atlas“, den sie mit dem deutschen Kollegen Tom Tywker in die epische Szene gossen, zeigt das ungleiche Paar erneut daran interessiert, hinter die beharrlichen Fassaden unserer Wirklichkeit zu blicken. Um uns in das Universum von „Jupiter Ascending“ einzuschleusen, ist es signifikant, den (vielleicht?) kindlichen Glauben zu wahren, dass wir Menschen nicht alleine sind und es womöglich irgendwo in den hintersten Winkeln der unendlichen Weiten einen nicht minder hilflosen Zeitgenossen gibt, der seinen Blick in diesem Moment ebenfalls gen verlockend schimmernden Firmament richtet und von abenteuerlichen Reisen in fremde Welten träumt: Eskapismus wird hier großgeschrieben, und das ist gut so.

    Problematisch an der eskapistischen Sogwirkung, die „Jupiter Ascending“ kontinuierlich in feurigen Intervallen absondert, ist, dass wir uns mit der Welt, die uns Lana und Andy Wachowski so detailliert aufbieten, kaum auseinandersetzen dürfen. Durch ein Voice Over von der russischen Immigrantin Jupiter (Mila Kunis) werden wir in die Geschichte eingefügt und erkennen ihre Sehnsucht nach den Sternen, wenn sie für die Finanzierung eines Teleskops sogar ihre Eierstöcke eintauschen würde, doch hat Kunis hier kaum die Möglichkeit, als Zugpferd der Handlung zu taugen, wird ihr der angedeutete emanzipierte Habitus doch fortwährend verweigert: Ständig kullert sie von einer Gefahr in die nächste, aus der sie in repetitiven Last-Minute-Rescues von Spitzohr Caine (Channing Tatum) gerettet wird, der als genmanipulierter Ex-Militär mit ulkigen Sausestiefeln durch die Lüfte braust und das tragische Schicksal der Menschheit durch das heroische Beschützen der unwissenden Majestät Jupiter bewahrt. Mutter Erde ist in „Jupiter Ascending“ nichts weiter als ein riesiges Zuchtbecken für die Abrasax-Dynastie, die die Menschen für eine gepflegte Frischzellenkur einst säte.

    Und jetzt ist eben die Zeit gekommen, an dem ihr Gut geerntet werden soll, so sieht es jedenfalls Balem (Eddie Redmayne), Anführer des aristokratischen Familien-Clans, und seine Geschwister Titur (Douglas Booth) und Kalique (Tuppence Middleton). Da ist es selbstverständlich, dass MINDESTENS die Rettung der Menschheit auf der Agenda geschrieben geschrieben steht. Es sind diesmal also keine hochentwickelten Computersysteme, die die Menschen zu eigenen Gunsten versklaven, sondern eine Horde Snobs, die sich vor Gesichtsfalten sträubt und dafür den ultimativen Genozid in Kauf nimmt: Raubtier-Kapitalismus wie man ihn in seiner schieren Dramatisierung nicht simpler aufbieten hätte können. Im Endeffekt aber tut es überhaupt nichts zur Sache, was „Jupiter Ascending“ erzählt oder nicht, wie oft er Ellipsen bildet oder Figuren von Jetzt auf Gleich unter den Tisch fallen lässt, steckt in diesem 195-Millionen-Dollar-Ungetüm doch mindestens Stoff für drei Filme und Bilder, die auf unzähligen Galerien ausgehängt werden sollten, damit man auch nur einmal die Zeit geschenkt bekommt, all die Einzelheiten der bombastischen Fotografien rechtmäßig zu würdigen.

    Stattdessen hetzt das Narrativ von „Jupiter Ascending“ von A nach B, im Stakkato prasseln unzählige Impressionen auf den Zuschauer ein, während hier dann mal die Skyline von Chicago in Rauchschwaden aufgehen kann und dort ein Sean Bean von Bienen faselt, die ein besonderes Talent dafür haben, royales Blut zu erkennen. Eine derart konfuse Space-Opera wie sie Lana und Andy Wachowski hier auf die Beine gestellt haben, hat man wahrscheinlich noch nie in dieser Dimensionierung zu Gesicht bekommen; ein exzentrisches Kuriosum, welches sich genauso kurzatmig gibt, wie sein Antagonist, der von Eddie Redmayne dermaßen beschissen verkörpert wird, dass es schon wieder sensationell ist. Ansonsten ist „Jupiter Ascending“ wohl dann brauchbar, wenn man ihn sich auf der heimischen Anlage zu Gemüte führen kann, Frame für Frame dank der Pausen-Taste verarbeiten und den Arbeitseifer so in Sachen Worldbuilding vollends honorieren. Ein zerschossenes Kaleidoskop bleibt „Jupiter Ascending“ dennoch, albern, drunter und drüber, aber sympathisch scheitern ist ja irgendwo immer noch angenehmer, als abstoßenden Sondermüll aller erster Kajüte über sich ergehen lassen zu müssen.

  • Neue Webserie: "Helden der Hauptstadt" feiert seine Premiere!

    Autor: Conrad Mildner

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    Zwischen Alternativ-Kiez und Ghetto: Das ist "Helden der Hauptstadt" - Eine Geschichte von kleinen Helden, geplatzten Träumen, der Suche nach dem Glück und vor allem Freundschaft...

    Hier mal ein kurzer Aufruf in eigener Sache: "Helden der Hauptstadt" ist eine neue, unabhängige Webserie aus Berlin-Neukölln von Drehbuchautor und Regisseur Ingo Vollenberg. Nach über einem Jahr an aufwendiger Produktion, startet die erste Staffel der No-Budget-Serie im März 2015 auf Youtube und Vimeo.

    Ich habe die 2. Episode der fünfteiligen 1. Staffel geschnitten und ein paar mal die Kamera geschwungen. Darüberhinaus tauche ich sogar in einer klitzekleinen Rolle in der ersten Folge auf.

    Die ersten beiden Episoden feiern am 27. Februar, also diesen Freitag, ihre Premiere im Cineplex-Kino in den Neukölln-Arkaden. Einlass ist um 19:15 Uhr. Um 20 Uhr glimmt dann der Projektor. Die Tickets gibt es im Cineplex selbst oder per Reservierung unter snapschock@gmail.com zum Vorverkaufspreis von 5 Euro oder an der Abendkasse für 6 Euro.

    Kommt zahlreich, wenn ihr könnt! Einen ersten Eindruck vermittelt euch unser erster Vorfilm zur Serie.

  • Filmkritiken zu "Der Richter: Recht oder Ehre", "Predestination" und "Wild Card"

    Autor: Pascal Reis

    „Der Richter: Recht oder Ehre“ (USA 2014)

    von David Dobkin, u.a. mit Robert Downey Jr., Robert Duvall und Vera Farmiga

    Hüftsteifer Biedermeier von innerfamiliärer Problembeseitigung. Robert Downey Jr. leidet am Jack-Sparrow-Syndrom und kann offensichtlich nur noch den manierierten Narzissten im Tony-Stark-Modus, hier mit mehr Tränen in den Augen, versteht sich. Robert Duvall ist daneben natürlich immer eine sichere Bank und gibt den stoischen Patriarchaten naturgemäß routiniert, so wirklich memorabel ist seine Performance aber auch nicht. Ohnehin ist „Der Richter: Recht oder Ehre“ ein auf funktionale Charakter-Modelle geeichtes Melodram, bei dem jeder Anflug von Emotionalität mit Pianogeklimper, Gitarrengezupfe oder Indie-Geseier zugekleistert wird, als wäre Zach Braff am Werke (die Prämisse tritt ja auch auf „Garden State“ zu). In seiner gnadenlos kalkulierten Mechanik, verhindert dieser 140-minütige (!) Klotzkopf kategorisch, dass „Der Richter: Recht oder Ehre“ seine angestauten Familienzwistigkeiten irgendwie intensiviert und durch wahrhaftige, sprich, affektive Menschlichkeit grundieren kann. Alles nur Schall und Rauch und doof.

    „Predestination“ (AU 2014)

    von Michael Spierig und Peter Spierig, u.a. mit Ethan Hawke und Sarah Snook

    Meine Güte, was für ein überkonstruierter Braten, der Bestimmungsparadoxie mit aller Kraft von der Selbstbegegnung zur Selbstauflösung herleiten muss. Die Mindfuck-Dramaturgie pflegt ihren bräsigen Drang zum Einlullen kontinuierlich, ist aber ebenso darauf bedacht, das titelgebende Vorbestimmungskonzept nicht zum Clinch zwischen dem Darwinismus und dem Kreationismus heranwachsen zu lassen. Stattdessen nutzt man nur die Metapher hinter dem Huhn-Ei-Dilemma, was impliziert, dass das Motiv von „Predestination“ logischerweise (Vor-)Bestimmung bedeutet. Als retrofuturistischer Film Noir zollt man seiner handwerklichen Sicherheit noch Anerkennung, und ja, philosophische Gedankenspiele lauern an jeder Ecke. Die aber werden so konsequent im Keim erstickt, agieren Michael Spierig und Peter Spierig letztlich doch viel zu gefällig darin, ihre Hauptfiguren (Ethan Hawke und Sarah Snook) unfassbar gewitzt (…) zu überlappen. Was bleibt, ist das teilnahmslose Zusehen, wie sich die blöde Blindschleiche immer wieder in den Schwanz beißt und dafür auch noch Applaus erwartet.

    „Wild Card“ (USA 2015)

    von Simon West, u.a. mit Jason Statham, Sofía Vergara und Stanley Tucci

    Die Karten des Schicksal kannst Du nicht zählen, Dein Leben im Zerrspiegel zu betrachten mag Dich für einen Moment vom Wesentlichen ablenken, aber: Belüge niemals einen Lügner. Im von Simon West wertig inszenierten „Wild Card“ gleiten, krauchen und stolpern wir durch ein apathisches Las Vegas, welches sich vom grellen Look und den rhythmisch auf- und abrollenden Lichtsignalen der Touristenzentrale distanziert. Stattdessen warten schnöde Hinterhöfe, symmetrische Apartments und zweitklassige Casinos, in denen die Chips über die Tische rutschen und die Karten aus den Zählern brechen, um den Übermut zu stimulieren – Findest du Gefallen daran, hat dich die Stadt der Sünde bereits unlängst mit ihrem Virus infiziert. Aber „Wild Card“ ist weniger daran interessiert, die Schattenseiten Las Vegas' aufzutragen und setzt Jason Statham ins Zentrum, nutzt seine gefährliche Coolness, bricht aber mit seinem markigen Hau-Drauf-Gelüsten, in dem er ihn der Gewalt ruhebedürftig entgegen positioniert. Knochen brechen zwar immer noch und Messer werden wendig in ästhetischer Zeitlupe in die Kinnlade gedonnert, aber nur, weil sie seinen Traum von Korsika, seinem Elysium, versperren. „Wild Card“ ist schon eine komische Angelegenheit, dramaturgisch zerfasert, niemals einer klaren Linie folgend, vielmehr ein ausgestanzter Lebensmoment, Impression reiht sich an Exposition, die zwar in einen Abspann mündet, aber keinesfalls ein Ende bereit hält. Und das ist richtig so.

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