"Es ist nicht leicht, wird es nie sein. Es wird schwer sein. Wir werden jeden Tag hart daran arbeiten müssen. Aber das will ich, weil ich Dich will. Ich will dich ganz und gar, für immer. Dich und mich, an jedem Tag!"

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Welche Schwierigkeit haben Filme der Marke "Wie ein einziger Tag"?

Ich weiß spätestens nach einer halben Stunde, wie die ganze Geschichte ihren Lauf nehmen wird. Das emotionale Auf und Ab kommt zu keinem Zeitpunkt überraschend. Die Darsteller spielen sich die Seele aus dem Leib, allerdings müssen sie gegen eine pseudo-romantische Geschichte ankämpfen, die man so schon zigmal besser gesehen hat. Zu formelhaft, zu geradlinig, zu oberflächlich und zu klischeehaft. Dazu einen Schuss nervigen, religiösen Untertons ("Die Wissenschaft schafft gewisse Dinge und dann kommt Gott.") und fertig ist eine der schmalzigsten Filme, der zwar technisch, schauspielerisch und musikalisch auf sehr hohem Niveau spielt, dessen Drehbuch jedoch nicht annähernd etwas Neues zu bieten hat. Ryan Gosling und Rachel McAdams sind ohne Zweifel zwei tolle Schauspieler, aber dieses Machwerk können sie leider nicht über das solide Mittelfeld retten. Inhaltliche Tiefe? Fehlanzeige. Überraschende Momente? Fehlanzeige. Es ist einfach unmöglich als Zuschauer bei einer derartigen 0815-Story mitzufühlen. Der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft ist zudem vollkommen sinnfrei und reißt den Zuschauer immer wieder aus der wunderschön bebilderten Haupthandlung.

Mehr Klischees in einem Film. Unmöglich. Eine realitätsfremdere und naivere Story. Ebenso unmöglich. Gott sei Dank den großartigen Schauspielern und Aufnahmen, die hier einiges wieder gerade biegen und "Wie ein einziger Tag" davor retten, in seiner eigenen uninspirierten Erzählweise zu ersaufen.

Bewertung: 5/10 Sternen